Digitalisierung – ein Reizwort?

Genau wie „Sport“ ist das Wort Digitalisierung ein Sammelbegriff. Man kann reinpacken, was man will – und das wird auch emsig getan. Viele sind der Ansicht, sie wüssten, was der Begriff genau bedeutet, doch Fakt ist, Digitalisierung ist viel umfassender und grösser, als dass man es mit einer schlichten Definition abschliessend bestimmen kann.

Jeder Mensch ist von der eigenen Meinung überzeugt.

– Sonst legt er sich eine andere zu.

Diese Aussage bestätigt sich auch im Bereich Digitalisierung. Wir sehen die Welt oft durch unsere Brille, haben den eigenen Erfahrungshorizont als Begrenzung, gehen ein Thema mit Vorliebe/Interesse oder Abneigung, sogar Ängsten an.

Spezifischer wird es, wenn man konkrete Fragen stellt:

  • „Was erwartest DU von der Digitalisierung?“
  • „Wie nutzt DU digitale Medien bei der Arbeit?“
  • „Wie oft nutzt du Social Media pro Woche?“
  • „Welche Beziehungen sind für dich tragender – die realen oder die digitalen?“
  • „Ist eine Projektarbeit rein digital denkbar oder braucht es auch echte Treffen/Telefongespräche der Beteiligten?“
  • „Wie lange könnte deine Firma noch funktionieren, wenn das Internet einen Totalkollaps hätte?“
  • „Kann ich als Lehrer noch unterrichten, wenn die digitalen Plattformen wegfallen?“

Wikipedia definiert folgendermassen:
<https://de.wikipedia.org/wiki/Digitalisierung>

„Der Begriff Digitalisierung bezeichnet im ursprünglichen Sinn das Umwandeln von analogen Werten in digitale Formate. Die so gewonnenen Daten lassen sich informationstechnisch verarbeiten, ein Prinzip, das allen Erscheinungsformen der Digitalen Revolution (die heute zumeist gemeint ist, wenn von Digitalisierung die Rede ist) im Wirtschafts-, Gesellschafts-, Arbeits- und Privatleben zugrunde liegt.“

Der Prozess „Bildung mit Digitalisierung am BBZG“ muss im Austausch der Beteiligten vorangetrieben werden und es benötigt eine gemeinsame Suche. Es soll nicht eine „digitale Elite“ voranpreschen und einen Grossteil des Teams zurücklassen, sondern gemeinsames Wachstum und gegenseitiger Austausch von Kompetenzen (Tricks und Kniffs) ist gefragt. Dieser BLOG soll hierbei ein Hilfsmittel sein.

Für mich ist „Digitalisierung“ ebenfalls ein Reizwort – doch eines, das mich herausfordert und „gluschtig“ macht auf mehr. Ich will Schritte gehen und dazulernen. Meine innere Haltung ist positiv – den Neuerungen und vor allem den Menschen gegenüber. Digitale Medien/Plattformen sind für mich Werkzeuge, welche einen Zweck erfüllen müssen. Das Lernen, der Mensch, Beziehungen, Projekte, Ziele stehen für mich im Vordergrund, nicht so sehr das Werkzeug, die App oder das Computerprogramm. Wenn dies besser via Digitalisierung erreicht werden kann, so bin ich dabei.

Die Zusammenarbeit und der Austausch sind zentrale Faktoren, damit die Transformation vollzogen werden kann. Kollaboration ist unumgänglich.

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6 Kommentare zu „Digitalisierung – ein Reizwort?

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  1. Digitalisierung ist für mich ein Reizwort, weil die Digitalisierung mich immer wieder reizt, kritisch mich mit Wandel und Technologie auseinanderzusetzen. Somit bietet die Digitalisierung Anreize zur Weiterentwicklung.

    Gefällt 1 Person

    1. Guten Tag Lukas
      Danke für die Reaktion.
      Ja, Anreize – gute Weiterentwicklung des Gedankenganges.
      Der Austausch findet statt.
      🙂

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  2. Hi Stefan

    Wie schreibst du so schön, „Digitale Medien/Plattformen sind für mich Werkzeuge, welche einen Zweck erfüllen müssen.“ Unverändert steht der Mensch im Zentrum. Ich schliesse mich deiner Aussage an. Frage ist für mich, welche digitalen Kompetenzen muss ich für meinen Beruf mitbringen, und wo will ich darüber hinaus noch weitere Kompetenzen erwerben? Die erste Antwort wird mehrheitlich vom Betrieb vorgegeben, die zweite, und das finde ich schön, muss dann persönlich beantwortet werden.
    Lg David

    Gefällt 2 Personen

    1. Hoi David
      Danke für deine Anmerkung.
      Ja, was genau von einer Lehrpeson verlangt wird, ist unterschiedlich. Ich vermute, dass viele Schulen dies in den kommenden Monaten und Jahren immer klarer definieren werden (und müssen). Dies mag einige Lehrpersonen auch herausfordern.

      Das Interesse / das persönliche Engagement wird zunehmend gefragt sein. Hier braucht es eine Ausgewogenheit, damit die Mitarbeitenden nicht im „Hamsterrad drehen“ oder sich überfordert fühlen (oder sich selber überfordern).

      LG Stefan

      Gefällt 1 Person

  3. Schön geschrieben, Stefan, ich gratuliere und kann dir nur zustimmen. Viele Fragen im schulischen Umfeld drehen sich zur Zeit sehr um die Werkzeuge, die sich ja im rasanten Tempo verändern und somit mich als Lehrer, oder bleiben wir beim Bildhaften, als Handwerker herausfordern. Gute Werkzeuge allein machen keinen guten Handwerker, aber ein Handwerker, der mit den Werkzeugen nicht umgehen kann, ist wohl auch kein guter Handwerker! Es braucht das Know-how und die Werkzeuge! Wir als Lehrer müssen darum trotzdem die Werkzeuge, auf Computerdeutsch Tools, beherrschen lernen. Und das braucht Zeit und Energie.
    Man kann die Sache auch so formulieren: Die ICT macht aus einem schlechten Lehrer noch keinen guten, aber vielleicht macht sie aus einem guten noch einen besseren!

    Gefällt 2 Personen

  4. Danke für deinen „reizenden“ Beitrag, Stefan.
    Mir kommt die „reizende“ Aussage von Douglas Adams (Lachs im Zweifel – The Salmon of Doubt) in den Sinn:

    1. Alles, was es schon gibt, wenn du auf die Welt kommst, ist normal und üblich und gehört zum selbstverständlichen Funktionieren der Welt dazu.

    2. Alles, was zwischen deinem 15. und 35. Lebensjahr erfunden wird, ist neu, aufregend und revolutionär und kann dir vielleicht zu einer beruflichen Laufbahn verhelfen.

    3. Alles, was nach deinem 35. Lebensjahr erfunden wird, richtet sich gegen die natürliche Ordnung der Dinge.

    Wir Lehrpersonen gehören altersmässig vorallem zur Gruppe 3. Und ich kann mir gut vorstellen, dass das Thema Digitalisierung so zum Reizhema werden kann. Wobei Reize sind fürs Leben unabdingbar. Also lassen wir uns reizen!

    Gefällt 1 Person

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