Fünf wichtige Gedanken zum Lernen im 21. Jahrhundert

Nadja Schnetzler (vom Gründungsteam der «Republik») hat referiert, welche Fähigkeiten und Kompetenzen Unternehmen das Überleben in der Zukunft sichern und wie man als Unternehmerin am besten lernen kann. Gefordert sind künftig Tätigkeiten, die die Einzigartigkeit des Menschen erfordern, alle anderen Berufe werden wahrscheinlich ersetzt. Wichtige Fähigkeiten für diese neuen Berufe können sein: Mit Unsicherheit umgehen, kreativ sein, Probleme lösen, kooperieren (auch mit Maschinen), debattieren, erfinden, nachdenken, helfen, ganzheitlich denken…und Noten sind dabei nicht sehr hilfreich.

Ihre interessanten Gedanken (Video unten) auf die Schule übertragen, bedeuten:

  • Berufslernende wollen in der Schule wissen, wofür sie sich engagieren und warum und womit sie da einen Beitrag leisten (sollen), der über das Zufriedenstellen der Lehrperson hinausgeht. Sie wollen den Dingen und Themen nachgehen, die sie begeistern. Dabei lernen sie „rundherum“ viele Fertigkeiten und Fähigkeiten, weil sie echte Probleme lösen dürfen.
    Also:  Lernen muss einen Zweck haben.
  • Berufslernende möchten sich nicht (nur) am von der Lehrperson arrangierten Lernbuffet bedienen, sondern sie wollen ihren eigenen Fragen nachgehen und das lernen, was sie wirklich wissen möchten. Widersprüchliche Antworten und Resultate fordern heraus und ermöglichen Entscheidungen.
    Also: Lernen heisst eigene Fragen stellen.
  • Berufslernende wollen Fehler und Experimente machen dürfen. Diese sind hilfreich, ermöglichen einen Umgang mit Scheitern und schaffen Resilienz. Ausprobieren – Feedback bekommen – anpassen ist ein hilfreicher Zyklus.
    Also: Lernen besteht aus Fehlern machen, experimentieren und erschaffen von Prototypen.
  • Berufslernende wollen bei den Spielregeln des Lernens mitverhandeln. Wie wollen wir zusammen arbeiten? Welche Regeln vereinbaren wir? Wo sind unsere „roten Linien“?
    Also: Lernen bedeutet gemeinsame Regeln zu vereinbaren.
  • Berufslernende sind alle verschieden. Diese Diversität ist eine grosse Stärke aber auch Herausforderung. Unterschiedliche Blickwinkel, ein guter Umgang mit Verschiedenartigkeit und mit Debatten und Diskurs ermöglichen Lernen.
    Also: Lernen bedeutet Verschiedenartigkeit akzeptieren und diese zu diskutieren.

„Wenn wir lernen, entwickeln wir uns“ (Nadja Schnetzler)

Hat Nadja Schnetzler recht? Welche Gelingensbedingungen siehst du?


Beitragsbild: pixabay.de

2 Kommentare zu „Fünf wichtige Gedanken zum Lernen im 21. Jahrhundert

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